Romoos – Bramboden LU 7.6.2026
Wanderung von Romoos,Schwändi über die Schwesteregg nach Bramboden, Glashütte

re hi Beichle
Heute möchte ich auf dem Köhlerweg im Entlebuch wandern. Ich fahre nach Romoos,Schwändi.( 9.40h). Als ich aussteige merke ich, dass mein rechtes Knie recht stark schmerzt ( Resultat meiner gestrigen Gartenarbeit). Ich möchte nicht gerne umkehren und sehr lange auf die Rückfahrt warten müssen. Also beschliesse ich, die Wanderung doch durchzuziehen.
Die Postautofahrt von Wolhusen hinauf war schon eindrücklich. Sie gab einen guten Einblick in die Hügellandschaft des Entlebuchs mit seinen Eggen und Gräben. Bei Schwändi führt der Wanderweg gleich abwärts in den Graben des Goldbaches, über welchen eine Brücke führt. Dann folgt ein Aufstieg durch den Wald zum Hof auf dem Under Länggrat 1040m.
Am Horizont erscheint der nächste Hügelzug, der Oberlänggrat 1149m , wo auch ein Hof steht. Dorthin führt mich nun der Wanderweg in einer grossen Schlaufe zuerst imWald und dann durch Weideland. Der Himmel hat sich inzwischen eingetrübt und es ist düster geworden, sodass die Sicht nicht gut ist.
Vom Grat aus wandere auf einem schmalen, teils leicht abschüssigen Waldpfad bis ich wieder eine Lichtung erreiche, wo auch eine Bank steht. Von hier aus erkenne ich das Gebäude der „ Rose Beiz“ und den davorliegenden Hügel der Schwesteregg mit dem Kreuz. Währendem ich durch den Wald gelaufen bin ist es recht sonnig geworden und die Landschaft präsentiert sich nun im besten Licht. Eigentlich wäre eine Rast fällig gewesen !
Aber ich gehe trotzdem weiter, denn es gibt auf dem Bramboden nur eine Verbindung um 15h. Eigentlich habe ich noch sehr viel Zeit. Ich sehe von der Schwesteregg den Bramboden, was aber im Entlebuch nichts heisst, denn dazwischen liegt noch ein tiefer Graben.
Also wandere ich weiter. Bald muss ich eine noch nicht gemähte Wiese queren, bevor ich in einen Wald eintreten kann. Auf der darauf folgenden Lichtung des Geissbodens finde ich endlich einen Rastplatz im Hang, wo ich meine Mittagspause halte, die ich fast auf 30 Min ausdehne. Nun beginnt erneuter Abstieg und zwar auf einer ruppigen, steinigen Waldstrass, die mein Knie arg strapaziert. Bis ich unten am Seeblibach bin ist eine Stunde vergangen, denn ich muss mich wegen der Schmerzen langsam bewegen. Unten im Tal oder eher in der Schlucht ist es dunkel. Über einige Steine quere ich den Bach obwohl es eine Brücke gibt. Aber der Weg dahin scheint mir total überwachsen. Auf der anderen Bachseite gilt es wieder etliche Höhenmeter zu überwinden. Bald gelange ich in offenes Gelände, Drachslis 827m. Hier ist es wieder sonnig. Ursprünglich hatte ich geplant, von hier aus den Weg dem Seebllbach entlang zur Haltestelle Bramboden, Glashütte zu wandern. Warum ich das aber nicht getan habe ist mir im Nachhinein nicht erklärbar. Ich hätte mir einen Teil des Aufstieges und einen Abstieg ersparen können ! Aber ich war zu diesem Zeitpunkt einfach froh, auf einer geraden Unterlage ( Hartbelag) gehen zu können, um mein Knie zu schonen.
So dauert es eine Weile bis ich oben bei der Strasse und Postauthaltestelle, Vorderer Bramboden ankomme (13.40h). Ich hoffe, Autostop zu machen was aber nicht klappt, denn es gibt hier praktisch keinen Verkehr. So beschliesse ich, auf der Autostrasse hinunter zu nächsten Haltestelle zu wandern, wo ich natürlich immer noch viel zu früh bin (14.00h). Auch hier gibt es keine Sitzgelegenheit aber der Rucksack tut es auch. Ich benutze dann das um 13.51h das hinauffahrende Postauto, um etwas bequemer zu sitzen. Fahrplangemäss fährt es dann hinunter nach Schüpfheim, wo ich den Zug nach Bern besteigen kann.
Diese Wanderung war interessant stand aber wegen der Knieschmerzen unter einem schlechten Stern. Ich bin leider bald zu alt für solche Ausflüge !
Laut Schweizmobil:
Distanz: 9.5km; Aufstieg. 527m; Abstieg: 767m; Wanderzeit: 3h 15min
